Spermidin: Der Schlüssel zu Gesundheit und Langlebigkeit
Spermidin ist eine natürliche Verbindung, die in allen lebenden Zellen vorkommt und eine wichtige Rolle bei Zellwachstum und -reparatur spielt. Es hat auch antioxidative Eigenschaften und wird mit positiven Effekten auf das Altern und die Zellgesundheit in Verbindung gebracht.
Gibt es etwas, das:
- Fell wachsen lässt
- Muskeln stärkt
- Blutgefäße schützt
- Knochen stabiler macht
- Das Gehirn schützt?
Ja, das gibt es: Spermidin.
Ein Stoff, der für die Zellgesundheit entscheidend ist.

Was ist Spermidin?
Spermidin ist ein biogenes Polyamin, das in allen lebenden Zellen vorkommt und eine entscheidende Rolle in verschiedenen biologischen Prozessen spielt, insbesondere in der Autophagie.

Autophagie: Der Selbstreinigungsprozess der Zelle
- Definition: Autophagie ist ein Selbstreinigungsprozess innerhalb der Zelle, bei dem überflüssige oder schädliche Bestandteile abgebaut und recycelt werden.
- Funktion: Dieser Prozess verlängert die Zellgesundheit und verhindert die Selbstzerstörung der Zelle (Apoptose).
Wie wird Autophagie aktiviert?
Durch Fasten und Nahrungsentzug (beim Mensch!)Vorteile von Spermidin
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Erhöhung des Spermidinwertes:
- Durch Fütterung
- Durch Haltung
- Durch Unterstützung der Darmflora
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Gesundheitliche Vorteile:
- Erhöht den Bakterienstamm Lachnospiraceae, der vor Darmkrebs und anderen Erkrankungen schützt.
- Hemmt das Wachstum schädlicher Bakterien (z.B. Streptokokken).

Spermidin und Präbiotika
- Präbiotika: Ballaststoffe, die gesundheitsfördernde Bakterien im Darm fördern.
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Wirkung auf den Fettstoffwechsel:
- Verkürzen den Aufenthalt von Futter im Darm
- Senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Blockieren den Aufbau von neuem weißen Fettgewebe.

Spermidin gegen Knochen- und Gelenkerkrankungen
- Knochenabbau: Spermidin kann die Ausreifung der Osteoklasten verhindern und somit den Knochenabbau bremsen.
- Arthrose: Spermidin regt die Autophagie in Chondrozyten an und kann so die Knorpelgesundheit wiederherstellen.

Spermidin und Entzündungen
- Hemmt entzündungsförderne Substanzen und trägt zu mehr Gesundheit bei.
- Wirkt positiv bei Autoimmunkrankheiten, indem es das Immunsystem reguliert.
Mit Spermidin gegen Arthritis
Arthritis ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen der Gelenkinnenhaut angreift, was zu schmerzhaften Entzündungen und Gewebewucherungen führt.
Polyamine, eine Stoffgruppe zu der auch Spermidin gehört, sind dafür bekannt, Entzündungsbotenstoffe zu reduzieren. Spermidin zeigt dabei besondere Wirksamkeit: Untersuchungen haben ergeben, dass es die Menge bestimmter Entzündungsstoffe um 61-72 % senken kann.
Bei Autoimmunerkrankungen ist die Funktion des Proteins FOXO3 gestört, was das Immunsystem daran hindert, zwischen schädlichen und gesunden Zellen zu unterscheiden. Spermidin kann jedoch die Aktivität von FOXO3 anregen, wodurch das Immunsystem wieder lernen kann, gesunde Zellen zu schützen. Dies trägt dazu bei, die autoimmunen Attacken auf körpereigenes Gewebe zu verringern und die Entzündungen abklingen zu lassen.
Mit Spermidin den Muskelaufbau fördern
Muskelaufbau erfolgt, indem die Muskeln regelmäßig über ihre normale Belastungsgrenze hinaus beansprucht werden, was zu einer Zunahme der Muskelmasse führt. Im Alter wird dieser Prozess schwieriger, aber regelmäßiges Training kann den altersbedingten Muskelabbau verlangsamen.
Spermidin bietet eine interessante Möglichkeit, den Muskelabbau zu hemmen. Laut dem Sportwissenschaftler Ning Chen sind sowohl eine unzureichende Autophagie (Selbstreinigung der Zellen) als auch eine übermäßige Apoptose (Zelltod) Faktoren, die den Zerfall von Muskelzellen beschleunigen. Wenn die Zelle ihre Selbstreinigung nicht mehr durchführen kann, wird sie zum Problem für den Körper und durch Apoptose beseitigt. Durch die Aktivierung der Autophagie kann dieses "zelluläre Selbstmordprogramm" jedoch verhindert werden.
Ein Versuch mit alternden Ratten zeigte, dass Spermidin in Kombination mit körperlicher Aktivität positive Ergebnisse im Muskelaufbau erzielte.
Das Training muss dabei nicht immer intensiv sein; ein Muskel wird bereits zur Bildung neuer Proteine angeregt, sobald er ermüdet. Das Trainingsniveau sollte dem aktuellen körperlichen Zustand angepasst werden, da Überlastung erhebliche Schäden verursachen kann.
Wusstest Du, dass Muskeln sich ihren Trainingszustand "merken"? Dieses Phänomen wird als Muscle Memory bezeichnet. "Muskeln, die eine Trainingsgeschichte haben, bewahren ihre Sensitivität für dieses Training, auch wenn sie länger inaktiv sind", erklärt Marcus Moberg von der Swedish School of Sport and Health Sciences in Stockholm. Beim Wiedereinstieg in das Training sollte jedoch Vorsicht geboten sein, da Muskeln, die an Masse verloren haben, anfälliger für Verletzungen sind.

Spermidin und Fellwachstum
Haare entstehen in den Haarfollikeln und bilden Keratinozyten, also hornbildende Zellen. Spermidin könnte bei Haarausfall helfen, da es an Orten vorkommt, wo Zellwachstum und -teilung stattfinden. Laut dem israelischen Dermatologen Yuval Ramot gehören Haarfollikel zu den Organen mit der höchsten Zellteilungsrate, und Spermidin spielt eine Schlüsselrolle bei ihrem Wachstum.
Tierversuche zeigten, dass das Unterdrücken von Polyaminen, zu denen Spermidin gehört, zu Haarausfall führt. Das deutet darauf hin, dass Spermidin die Wachstumsphase der Haare verlängern kann, indem es durch die intrazellulären Selbstreinigungsprozesse der Haarfollikel wirkt.
Bei Hunden sollte ungewöhnlicher Fellverlust ernst genommen werden, da er durch gesundheitliche Probleme wie Krankheiten, Parasiten oder Nährstoffmangel verursacht werden kann. Ektoparasiten wie Milben, Flöhe oder Darmparasiten sowie starker Wurmbefall können zu Fellverlust führen. Auch hormonelle Störungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Morbus Cushing sollten in Betracht gezogen werden.
In jedem Fall ist es ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren, um schwerwiegendere Probleme zu vermeiden.

Spermidin und die Immunabwehr
Das Immunsystem ist das wichtigste Schutzsystem des Körpers, das körperfremde Stoffe erkennt und beseitigt. Dazu zählen Krankheitserreger wie Bakterien (z.B. Borrelien), Fremdkörper (wie Holzsplitter) und entartete Zellen (Krebszellen). Es besteht aus Immunzellen wie Antikörpern und weißen Blutkörperchen sowie den Organen Lymphknoten, Milz und Knochenmark. Ohne ein funktionierendes Immunsystem ist das Leben nicht möglich.
Spermidin trägt nachweislich zur Stärkung der Immunabwehr bei. Dank seiner hohen Bioverfügbarkeit ist eine Supplementierung spermidinhaltiger Futtermittel vorteilhaft. Studien zeigen, dass Spermidin Viren zu 85 % eindämmen kann – genug, um Infektionen zum Abklingen zu bringen. Zudem wird Spermidin im Körper in Spermin umgewandelt, welches ebenfalls antivirale Eigenschaften besitzt.
Ein weiterer Effekt von Spermidin ist die Förderung der Autophagie, einem zellinternen Reinigungsprozess, der Viren und andere Krankheitserreger beseitigt.
Forever Young mit Spermidin?
Telomere. Schon mal was davon gehört? Telomore sind die schützenden Endkappen der Chromosomen, die verhindern, dass die DNA-Stränge bei jeder Zellteilung ausfransen. Mit zunehmender Zellteilung werden die Telomere jedoch immer kürzer, bis sie die Chromosomen nicht mehr ausreichend schützen können. Dies führt zu einem "Teilungsstopp" der Zellen, ein Zustand, der als Seneszenz bezeichnet wird. Seneszente Zellen können nicht mehr zur Geweberegeneration beitragen, was im Alter zu verschiedenen Alterserscheinungen führen kann.
Spermidin spielt hier eine potenziell schützende Rolle. Es soll helfen, die Telomerlänge zu erhalten und somit die Zellteilung länger aufrechtzuerhalten, was die Alterungsprozesse verlangsamen könnte. Studien haben gezeigt, dass eine erhöhte Spermidinzufuhr mit längeren Telomeren in Verbindung stehen kann, was wiederum das Risiko für altersbedingte Krankheiten wie Gefäß- und Krebserkrankungen verringern könnte.
Zusätzlich wirkt Spermidin als Antioxidans, indem es die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützt. Es aktiviert andere wichtige Antioxidantien wie Superoxiddismutase (SOD) und Glutathion, was die antioxidative Abwehr des Körpers verstärkt und somit möglicherweise die Alterung weiter verzögern kann.
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